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Warten lassen ...
Wenn man bei einem Arzt schlechte Laune bekommt, liegt es nicht immer am Arzt selber, sondern an dem Benehmen der Angestellten.
Die folgende Geschichte ist tatsächlich so passiert.
Es wurde telefonisch ein Termin beim Arzt gemacht. Dabei wurde gefragt, ob ein nachfolgender Termin, den man hat, wahrgenommen werden kann. Da es nicht so lange dauern würde, wäre das kein Problem.
In der Praxis angekommen wurde man nicht darüber informiert, dass es später werden würde, sondern einfach in das Wartezimmer geschickt und sitzen gelassen.
Es war ein heißer Tag. An die Angestellten wurde Eis verteilt. Ich fand das an diesem Tag angebracht, ärgerte mich allerdings darüber, dass es zum Teil im Flur, vor den Patienten an der Wand lehnend gegessen wurde. Es war ein offenes Wartezimmer, so dass man vieles von den Angestellten sah und hörte.
Man hatte das Gefühl, als wenn sich dort zu viele Angestellte aufhielten, von denen sich immer einige gelangweilt an Wände und Türrahmen lehnten, während alle Patienten zu lange warteten.
Die privaten Gespräche der Angestellten hörte man permanent und teilweise wurde quer durch die Praxis gerufen. Was man bei dem permanenten Geräuschpegel allerdings teilweise nicht verstand, war der Aufruf der Patienten. Teilweise wurden Namen mehrmals aufgerufen. Es kam auch mehrmals vor, das Patienten aufgestanden sind, die ihren Namen gehört hatten, obwohl man sie angeblich nicht gerufen hatte.
Der scheinbar obligatorische Vorabtest, der durch einer der Angestellten durchgeführt wurde, war in Ordnung. Danach wartete man wieder mal im Wartezimmer.
Nach einer Beschwerde und dem Hinweis auf den nachfolgenden Termin bewirkte scheinbar, dass man in ein Sprechzimmer gerufen und an ein weiteres Gerät angeschlossen wurde. Dies geschah wortlos und plötzlich war man alleine im Zimmer. Man wurde nicht darüber informiert, wie lange gemessen werden solle. Nach über vierzig Minuten kam endlich der Arzt, so dass das Gefühl aufkam, durch den zweiten Test sollte man nur ruhig gestellt werden, damit man nicht mehr nörgelt.
Die Verpackungen der bereits erwähnten Eis-Erfrischung fanden sich in den Mülleimern der Sprechzimmer wieder, wo sie meiner Meinung nach nicht hingehören.
Nach über 150 Minuten konnte ich die Praxis verlassen, obwohl der eigentlich nötige Aufwand 30 Minuten nicht überschritten hatte.
Mein Fazit ist unangenehm. Es befinden sich zu viele Angestellte in der Praxis, die sich teilweise unangemessen benehmen. Die Angestellten sind zu laut und stehen oft, für die Patienten sichtbar, wie Möbelstücke in der Praxis. Termine werden weit überschritten.
Gern teile ich Ihnen meine Eindrücke mit, falls Sie Arzt sind und wissen möchten, wie Ihre Praxis auf Patienten wirkt.

